Revisionsendoprothetik
Wechseloperation von Hüft- und Knieprothesen
Ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk soll Schmerzen nehmen und Mobilität wiederherstellen. Kommt es jedoch nach einer Operation zu anhaltenden Beschwerden, Instabilität oder Funktionsverlust, ist eine umfassende Abklärung entscheidend – manchmal ist ein teilweiser oder kompletter Austausch der Prothese (Revisionsendoprothetik) sinnvoll oder notwendig.
Dr. Nikolaus Lang begleitet Sie von der Untersuchung und Diagnose bis zur Nachbehandlung: mit verständlicher Aufklärung und dem Ziel, Ihre Beweglichkeit und Lebensqualität bestmöglich wiederherzustellen.
Was ist Revisionsendoprothetik?
Unter Revisionsendoprothetik versteht man den teilweisen oder vollständigen Austausch einer bereits eingesetzten Gelenkprothese – häufig als Wechseloperation bezeichnet. Eine Revision kann nötig sein, wenn die Prothese nicht mehr stabil verankert ist, wenn Materialabrieb Probleme verursacht oder wenn Komplikationen wie Ausrenkungen (Luxationen) oder Infektionen auftreten.
Gründe für eine Wechseloperation (Hüfte & Knie)
Nicht jeder Schmerz bedeutet dass die Prothese locker ist oder getauscht werden muss. Entscheidend ist die strukturierte Diagnostik, bevor über eine Revision gesprochen wird. Häufige Gründe für eine Revisionsendoprothetik können sein:
- Aseptische Lockerung: z. B. Materialverschleiß, Überlastung, Probleme der Verankerung oder knöcherne Veränderungen
- Septische Lockerung / Protheseninfektion: bakterielle Infektion mit Reaktion von Gewebe und Knochen rund um das Implantat
- Abrieb der Gelenkflächen (Partikel können Entzündungsreaktionen fördern)
- Ausrenkung / Instabilität (v. a. Hüfte)
- Periprothetische Fraktur (Knochenbruch im Bereich der Prothese)
Wann sollten Sie zur Abklärung kommen?
Bei Verdacht auf Infektion (Fieber, Rötung, starke Überwärmung, Wundprobleme) gilt: rasch abklären lassen. Bitte melden Sie sich zur Untersuchung, wenn Sie nach einer Prothesen-OP z. B. folgendes bemerken:
- zunehmende oder neue Schmerzen (in Ruhe oder bei Belastung)
- Unsicherheit beim Gehen, Instabilität, „Wegknicken“
- Bewegungseinschränkung, Kraftverlust
- wiederkehrende Schwellung, Überwärmung
- „Schnappen“, Geräusche oder das Gefühl, „etwas stimmt nicht“
- nach Hüftprothese: wiederholtes Auskugeln
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Revisionsoperation: Wie läuft das ab?
Dr. Nikolaus Lang kombiniert klinische Untersuchung, Beweglichkeitsanalyse und bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT) zu einer präzisen Diagnose. So kann er beurteilen, ob konservative Maßnahmen ausreichend sind oder ob eine operative Versorgung – etwa mit einer Hüftprothese – empfohlen wird.
Individuelle OP-Planung
Eine Wechseloperation ist immer eine maßgeschneiderte Entscheidung. Dr. Lang klärt zunächst genau, warum Beschwerden bestehen (z. B. Lockerung, Instabilität, Abrieb oder Infektion) und plant dann den Eingriff passend zu Ihrer Situation: Teilwechsel oder kompletter Wechsel, Auswahl der Implantate, Stabilität, Knochenqualität und Ihre Ziele im Alltag. Sie erhalten eine verständliche Erklärung aller Optionen – inklusive Nutzen, Risiken und realistischer Erwartungen.
Der Eingriff
Bei der Operation wird die bestehende Prothese – je nach Befund teilweise oder vollständig – entfernt und durch eine neue Versorgung ersetzt. Ziel ist eine stabile Verankerung, eine gute Beweglichkeit und eine zuverlässige Funktion des Gelenks. Je nach Ausgangslage können spezielle Implantate oder zusätzliche Maßnahmen notwendig sein, um Stabilität und Belastbarkeit wiederherzustellen.
Nachbehandlung & Rehabilitation
Damit Sie sicher in den Alltag zurückfinden, ist die Nachbehandlung ein zentraler Teil des Erfolgs. Sie umfasst Schmerztherapie, frühe Mobilisation, Physiotherapie und regelmäßige Verlaufskontrollen. Der Belastungsaufbau erfolgt schrittweise und individuell, abhängig von Befund, Eingriff und Ihrem Gesundheitszustand – mit dem Ziel, Beweglichkeit, Kraft und Sicherheit beim Gehen nachhaltig zu verbessern.
Bevor wir über eine Revision sprechen, kläre ich in Ruhe und systematisch, warum Beschwerden bestehen und welche Lösung medizinisch wirklich sinnvoll ist. Mein Anspruch ist eine stabile, langlebige Versorgung – mit einer klaren Planung, verständlicher Aufklärung und einer Nachbehandlung, die Sie Schritt für Schritt zurück in eine sichere Mobilität bringt.
Priv.-Doz. DDr. Lang, Msc
Facharzt für Orthopädie & orthopädische Chirurgie · Wien
Zweitmeinung: Sinnvoll vor großen Entscheidungen
Wenn Ihnen bereits zu einer Wechseloperation geraten wurde, kann eine Zweitmeinung helfen:
- Passt die Diagnose wirklich zur Beschwerde
- Ist ein Teilwechsel möglich?
- Welche Optionen gibt es konservativ oder operativ?
- Welche Ergebnisse sind realistisch?
Häufige Fragen (FAQ) zum Thema Revisionsendoprothetik
Was bedeutet Revisionsendoprothetik?
Das ist der teilweise oder vollständige Austausch einer bereits eingesetzten Hüft- oder Knieprothese („Wechseloperation“).
Wann ist eine Wechseloperation notwendig?
Wenn eine klare Ursache vorliegt – z. B. Lockerung, Infektion, Instabilität/Ausrenkung, relevanter Abrieb oder ein Knochenbruch im Prothesenbereich – und konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder nicht sinnvoll sind.
Was ist der Unterschied zwischen aseptischer und septischer Lockerung?
- Aseptisch = Lockerung ohne Infektion, z. B. durch Verschleiß, Überlastung oder Veränderungen am Knochen.
- Septisch = Lockerung durch eine Protheseninfektion (Bakterien), die Gewebe und Knochen rund um das Implantat beeinträchtigen kann. (Dr. Nikolaus Lang)
Welche Beschwerden sollten nach Hüft- oder Knieprothese rasch abgeklärt werden?
Zum Beispiel neue/zunehmende Schmerzen, Unsicherheit beim Gehen, Kraftverlust, wiederkehrende Schwellung/Überwärmung, „Schnappen“ oder das Gefühl „da stimmt etwas nicht“. Nach Hüftprothese besonders: wiederholtes Auskugeln.
Was ist der Unterschied zwischen Teilwechsel und komplettem Prothesenwechsel?
Manchmal reicht der Austausch einzelner Komponenten (Teilwechsel). In anderen Fällen ist ein kompletter Wechsel nötig. Ziel ist immer eine stabile, belastbare Lösung mit bestmöglicher Funktion.
Ist eine Revision „riskanter“ als die erste Prothesen-OP?
Revisionen sind oft planungsintensiver und je nach Ursache/Gewebesituation komplexer. Deshalb sind präzise Diagnostik, gute OP-Planung und strukturierte Nachbehandlung besonders wichtig. (Dr. Nikolaus Lang)
Wie lange hält eine neue Prothese nach einer Wechseloperation?
Das ist individuell und hängt u. a. von Ursache, Knochenqualität, Implantatwahl, Stabilität und Belastung ab. In der Planung bespricht Dr. Lang mit Ihnen, was in Ihrem Fall realistisch ist.
Wann ist eine Zweitmeinung sinnvoll?
Wenn bereits zu einer Wechseloperation geraten wurde. Eine Zweitmeinung hilft zu klären: Passt die Diagnose? Ist ein Teilwechsel möglich? Welche Alternativen gibt es? Welche Ergebnisse sind realistisch?